Die Geschichte unserer Gemeinde

Vom Verkehr sehr gut erschlossen (BAB A 49 – Abfahrt Edermünde – und A 7 – Abfahrt Guxhagen) liegt am Rande des Naturparks Habichtswald und in unmittelbarer Nähe der nordhessischen „Metropole“ Kassel der zu den größten Landgemeinden des Schwalm-Eder-Kreises zählende Ort Edermünde an den Flüssen Eder und Fulda.

Edermünde zählt heute 7.952 Einwohner und dehnt sich auf einer Fläche von rund 25,8 qkm aus. Etwa 471 ha der Gemarkungsfläche sind Waldfläche und bieten den Bewohnern und Gästen der Gemeinde bei einem gut ausgebauten Wanderwegenetz Möglichkeiten der Ruhe und Erholung.

Der Mündung der Eder in die Fulda im Ortsteil Grifte verdankt Edermünde seinen Namen. Im Zuge der gebietlichen Neugliederung der Gemeinden schlossen sich die ehemals selbständigen Orte Grifte, Haldorf und Holzhausen mit Wirkung vom 31.12.1971 zu einer Großgemeinde zusammen.
Am 01.01.1974 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Besse durch das Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Fritzlar-Homberg, Melsungen und Ziegenhain in die neue Gemeinde aufgenommen.

Die vier Edermünder Ortsteile gehören zu den ältesten Orten des Fritzlarer Umlandes. Besse wird erstmals in einer Schenkungsnotiz für das Kloster Fulda aus dem Jahr 817 als Ort „Passahe“ erwähnt. Grifte und Holzhausen werden mit den Namensformen „Grifethe“ und „Holzhusun“ sowie der Ort Haldorf in dem Katalog der Schenkungen an das 1074 vom Erzbischof Siegfried von Mainz gegründete Kanonikerstift in Hasungen erwähnt. Diese Schenkungen sind zur Umwandlung des Kanonikerstifts in ein Benediktinerkloster der cluniazensischen Reform im Jahr 1081 erfolgt. Damit kann das Jahr 1081 als das Jahr der urkundlichen Ersterwähnung von Grifte, Haldorf und Holzhausen gelten.

Seit Gründung des Klosters Breitenau werden die Namen aller vier Ortsteile oft gemeinsam genannt und Bindungen untereinander sowie an das Kloster Breitenau urkundlich belegt.
Ortsadel hat sich in allen vier Gemeinden gefunden; in Holzhausen ein Zweig derer von Hund bis zum Jahr 1430, während in Haldorf der Ortsadel mit Siegfried von Halddorf bereits 1269 erlosch. Die Herren von Besse waren dagegen noch 1457 nachweisbar, während die Linie derer von Grifte erst 1597 mit Kurt von Grifte ausstarb. Bekanntester Träger dieses Namens war Eckbrecht von Grifte, der als Burgvogt von Gudensberg im Jahre 1387 die Stadt und die Burg gegen die Truppen des Erzbischofs von Mainz verteidigte.

1650 zählte Besse 410 Einwohner, 1747 waren es 700, 1841 wohnten dort 1.026 Menschen, 1939 schon 1.658 und 1956 lebten 2.162 Bürger in dieser Gemeinde.
1585 wurden in Grifte 29 Haushalte gezählt. Nach dem Mannschaftsregister von 1639 wohnten in Grifte 18 Ehepaare und 3 Witwen. 1747 gab es wieder 55 Haushalte, 1864 bereits 597 Einwohner und 1956 wurden 1.557 Einwohner gezählt.
Genaue Angaben über die Entwicklung Haldorfs in der Mitte des vorigen Jahrhunderts lassen sich einer aus dem Jahre 1858 stammenden Gemeindestatistik entnehmen. Hiernach lebten in Haldorf 115 Personen in 18 Familien.
Im Jahre 1900 hatte Haldorf 171 Einwohner.

Die Beleuchtung der Vergangenheit des Ortsteiles Holzhausen/Hahn ist mit ungleich größeren Schwierigkeiten verbunden, da die geschichtlichen Quellen hier nur sehr spärlich fließen, ja stellenweise sogar ganz aussetzen.
1575 und 1682 lebten jeweils 18 Hausgesessene in Holzhausen, 1735 waren es 27 Haushalte. 1750 wurden 163 Einwohner aufgeführt, 1834 bereits 308. 1939 werden 388 Einwohner genannt, im Jahre 1961 schon 559.

Im Verlauf der letzten Jahrzehnte setzte mit der Industrialisierung des Raumes Kassel eine grundsätzliche Wandlung der wirtschaftlichen Struktur der Ortsteile ein. Der Anteil der handwerklichen und bäuerlichen Arbeitskräfte wurde zunehmend von der in der aufstrebenden Industrie beschäftigten Arbeitergruppe überdeckt.
Trotzdem ist die Landwirtschaft mit den fruchtbaren Böden der Gemarkung ein wichtiges Element der hiesigen Wirtschaft geblieben.

Aus den ehemals ländlichen Gemeinden haben sich inzwischen durch die Erschließung zahlreicher Baugebiete Wohnsitzgemeinden entwickelt, die den Bürgern von Edermünde einen beachtlichen Erholungs- und Freizeitwert bieten.

Es stehen eine Vielzahl sozialer Einrichtungen und Sport- und Freizeitstätten zur Verfügung, in denen das umfangreiche und auf eine lange Tradition zurückblickende, vielfältige Vereinsleben ausreichend Betätigungsfelder findet.
Gerade das rege Vereinsleben trägt wesentlich zur Verbundenheit der Bürger untereinander, auch über die Grenzen der Ortsteile hinaus, bei.

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